25/5/26

LinkedIn-Daten sichern: So lädst du dein Datenarchiv in 5 Schritten herunter

Was tust du, wenn du morgen früh aufwachst, dein Smartphone entsperrst und plötzlich nicht mehr in deinen LinkedIn-Account kommst?

Einfach gesperrt.

Porträt von Estella Leonie Spillmann, Mitgründerin von ESTELLARIS
Estella Leonie Spillmann
💫 LinkedIn. Aber datenbasiert, sternenklar und mit richtig Leuchtkraft. | Du willst auf LinkedIn endlich deine Zielgruppe erreichen? Let’s go!

Ich mein, vielleicht hast du jahrelang an deinem Profil gearbeitet, dir ein großes Netzwerk aufgebaut, unzählige Beiträge veröffentlicht und Empfehlungen von zufriedenen Kundinnen und Kunden gesammelt.

Und jetzt kommst du selbst nicht mehr an diese Informationen heran.

Ziemlich üble Vorstellung, oder?

Klingt nach Panikmache? Ist es aber nicht. LinkedIn kann Accounts tatsächlich vorübergehend oder dauerhaft einschränken.

Zum Glück gibt es eine Möglichkeit, viele deiner bisherigen Kontodaten vorsorglich zu sichern. Direkt über LinkedIn, kostenlos und ohne zusätzliches Tool.

Ich zeige dir, wie du dein Datenarchiv anforderst, welche Informationen darin enthalten sind und warum ich dir empfehle, den Download regelmäßig zu wiederholen.

Warum dein LinkedIn-Account plötzlich gesperrt sein kann

LinkedIn geht gegen Aktivitäten vor, die gegen die Nutzungsvereinbarung oder die Community-Richtlinien verstoßen.

Dazu gehört unter anderem der Einsatz unerlaubter Automatisierungstools.

Du kennst bestimmt diese wunderbaren Programme, die automatisch Hunderte Vernetzungsanfragen verschicken oder Tausenden Menschen dieselbe Copy-Paste-Nachricht ins Postfach drücken.

LinkedIn untersagt solche Aktivitäten und kann Accounts deshalb einschränken.

Und natürlich gibt es noch andere Gründe. Beispielsweise kann LinkedIn einen Account vorsorglich sperren, wenn der Verdacht besteht, dass Unbefugte darauf zugreifen.

Falls du glaubst, dass dein Konto fälschlicherweise eingeschränkt wurde, kannst du je nach Situation eine Überprüfung beantragen. Ob und wann du wieder Zugriff bekommst, hängt vom Einzelfall ab.

Bis dahin kommst du möglicherweise nicht an deine Kontakte, Nachrichten, Beiträge oder Empfehlungen.

Wäre doch ziemlich ärgerlich, wenn du ausgerechnet dann feststellst, dass du davon nirgendwo eine Kopie hast.

Deshalb würde ich die verfügbaren Daten lieber sichern, solange alles funktioniert.

LinkedIn-Daten sichern: So funktioniert der Download in 5 Schritten

Für den Export brauchst du lediglich deinen LinkedIn-Account und einen Computer. In der mobilen App steht die Funktion derzeit nicht zur Verfügung.

So gehst du vor:

  1. Öffne LinkedIn und klicke oben auf "Sie". Das ist der Menüpunkt mit deinem Profilbild.
  2. Wähle "Einstellungen & Datenschutz". Damit öffnest du deine persönlichen Kontoeinstellungen.
  3. Klicke links auf "Datenschutz". Dort findest du die Einstellungen rund um deine Kontodaten.
  4. Öffne "Ihre Daten herunterladen". Die Funktion befindet sich im Bereich "So verwendet LinkedIn Ihre Daten".
  5. Wähle das größere Datenarchiv aus und klicke auf "Archiv anfordern". Du kannst entweder einzelne Datenkategorien auswählen oder eine umfangreichere Sammlung deiner verfügbaren Kontodaten anfordern.
LinkedIn-Einstellungen: Großes Datenarchiv auswählen und Archiv anfordern

Wenn du möglichst viele Informationen sichern möchtest, würde ich die zweite Variante nehmen.

Fertig. Jetzt ist LinkedIn dran.

Wie lange dauert es, bis dein Datenarchiv bereitsteht?

Bei einzelnen Datenkategorien kann der Download schon nach wenigen Minuten verfügbar sein.

Wenn du das umfangreichere Archiv anforderst, erhältst du laut LinkedIn normalerweise innerhalb von 24 Stunden eine E-Mail. Manche Datenkategorien können bis zu 48 Stunden für die Aufbereitung benötigen.

Du bekommst eine Benachrichtigung, sobald die angeforderten Informationen zum Download bereitstehen.

Wichtig: LinkedIn stellt die Dateien laut eigener Hilfe nur 72 Stunden zum Herunterladen bereit.

Wenn du erst zwei Wochen später wieder an die E-Mail denkst, war deine schöne Datensicherungsaktion möglicherweise für die Katz.

Die aktuelle Anleitung findest du übrigens auch direkt in der LinkedIn-Hilfe zum Herunterladen deiner Daten.

Was bekommst du eigentlich, wenn du dein LinkedIn-Datenarchiv herunterlädst?

Jetzt hast du deine Dateien. Und was steckt da drin?

Je nachdem, welche Informationen zu deinem Account vorhanden sind, können beispielsweise folgende Daten enthalten sein:

  • Deine Kontakte: Namen, Profil-URLs, Unternehmen, Positionen und Vernetzungsdaten deiner direkten Kontakte.
  • Deine Aktivitäten: Informationen über eigene Kommentare, Reaktionen und geteilte Beiträge.
  • Deine Nachrichten: Gesendete, empfangene und archivierte Nachrichten.
  • Deine Empfehlungen: Empfehlungen, die du erhalten oder anderen Menschen gegeben hast.
  • Deine Profilinformationen: Angaben zu deinem beruflichen Werdegang, Qualifikationen und weiteren Profilinhalten.

Einige dieser Informationen erhältst du als Dateien, die du beispielsweise mit Excel öffnen und weiterverarbeiten kannst.

Gerade die Kontaktliste und die erhaltenen Empfehlungen finde ich für Menschen, die LinkedIn geschäftlich nutzen, ziemlich wertvoll.

Allerdings solltest du ein paar Dinge wissen.

Die exportierte Kontaktliste enthält beispielsweise nicht automatisch die E-Mail-Adressen aller Kontakte. Andere Mitglieder können selbst bestimmen, ob LinkedIn diese Informationen beim Export weitergeben darf.

Und auch bei deinen Beiträgen und Aktivitäten bekommst du keine vollständige Kopie von allem, was jemals auf LinkedIn passiert ist.

Das Archiv enthält hauptsächlich Informationen zu deinem eigenen Account und deinen Aktivitäten. Sämtliche Kommentare anderer Menschen, alle Beitragsstatistiken und die gesamte Plattformhistorie sind darin nicht enthalten.

Dein Datenarchiv ist also keine vollständige Sicherheitskopie deines LinkedIn-Profils.

Falls dein Account gesperrt wird, kannst du ihn damit auch nicht einfach wiederherstellen.

Aber du hast zumindest viele wichtige Informationen außerhalb der Plattform gesichert.

Und das ist mir persönlich deutlich lieber, als mich vollständig darauf verlassen zu müssen, dass ich jederzeit auf meinen Account zugreifen kann.

Warum wir bei ESTELLARIS LinkedIn-Daten monatlich sichern

Vielleicht hast du das Archiv gerade heruntergeladen und denkst dir: "Super, erledigt."

Für den Moment schon.

Nur passiert auf deinem LinkedIn-Account ja weiterhin etwas.

Du vernetzt dich mit neuen Menschen, veröffentlichst Beiträge, führst Gespräche und erhältst vielleicht weitere Empfehlungen.

Diese neuen Informationen fehlen in deinem bisherigen Export.

Deshalb würde ich die Datensicherung zu einer festen Routine machen.

Sternenklarer Tipp: Bei ESTELLARIS fordern wir die Datenarchive in der Zusammenarbeit mit unseren Kundinnen und Kunden einmal monatlich an.

So haben wir regelmäßig einen aktuellen Stand der verfügbaren Informationen und können ältere Exporte bei Bedarf miteinander vergleichen.

Dafür brauchst du auch keine komplizierte Datenbank.

Ein geschützter Ordner mit Unterordnern für die einzelnen Monate reicht für den Anfang völlig aus. Benenne die Dateien am besten nach ihrem Exportdatum, damit du sie später wiederfindest.

Und bitte speichere deine Archive nicht einfach irgendwo öffentlich zugänglich ab. Darin können schließlich Kontaktinformationen und private Nachrichten enthalten sein.

Was du mit deinen LinkedIn-Daten für dein Marketing anfangen kannst

Neben der vorsorglichen Sicherung finde ich noch etwas anderes interessant: Du kannst bestimmte Informationen aus den Exporten auch für dein LinkedIn-Marketing auswerten.

Nehmen wir deinen Netzwerkaufbau.

Wenn du deine Kontaktlisten regelmäßig vergleichst, kannst du beispielsweise nachvollziehen, wie sich dein Netzwerk entwickelt hat.

Welche Menschen sind hinzugekommen? Welche Unternehmen und beruflichen Positionen sind vertreten? Passt diese Entwicklung zu den Zielgruppen, die du eigentlich erreichen möchtest?

Gerade wenn du gezielt Kontakte zu Entscheidern aus bestimmten Branchen aufbauen möchtest, können solche Informationen hilfreich sein.

Oder du schaust dir deine bisherigen Aktivitäten an.

Welche Beiträge hast du geteilt? Bei welchen Themen warst du besonders aktiv? Mit welchen Inhalten hast du dich über einen längeren Zeitraum beschäftigt?

Solche Informationen können dir helfen, deine tatsächlichen LinkedIn-Aktivitäten mit deiner ursprünglichen Planung abzugleichen.

Allerdings gibt es hier einen Unterschied, den ich besonders wichtig finde.

Dein Datenarchiv ersetzt keine LinkedIn-Analytics

Wenn du herausfinden möchtest, welche Beiträge besonders viele Impressionen erzielt haben oder wie sich deine Follower-Zielgruppe entwickelt, reicht dein Kontodatenarchiv allein nicht aus.

Dafür gibt es bei LinkedIn eigene Analysefunktionen.

Über die Creator-Analysen kannst du beispielsweise die Entwicklung deiner Beitragsperformance und deiner Follower betrachten. Die entsprechenden Analysedaten lassen sich als XLSX-Dateien exportieren.

Das würde ich ebenfalls regelmäßig machen.

Denn wenn du über mehrere Monate hinweg vergleichen möchtest, wie sich dein LinkedIn-Auftritt entwickelt, brauchst du die entsprechenden historischen Kennzahlen.

Und wenn du LinkedIn zur Kundengewinnung nutzt, würde ich noch einen Schritt weitergehen.

Welche Geschäftskontakte sind über LinkedIn entstanden? Aus welchen Gesprächen wurden konkrete Verkaufschancen? Welche Interessenten haben sich später tatsächlich für eine Zusammenarbeit entschieden?

Diese Informationen findest du nicht einfach in deinem LinkedIn-Datenarchiv.

Dafür musst du die Daten der Plattform mit Informationen aus deinem Vertrieb verbinden.

Erst dadurch bekommst du ein differenzierteres Bild davon, welche LinkedIn-Aktivitäten zu deinen geschäftlichen Ergebnissen beitragen.

Wie du dabei vorgehen kannst, erkläre ich ausführlicher in unserem Beitrag Wie du LinkedIn als echten Umsatzkanal nutzt.

Für mich gehören deshalb drei Dinge zusammen: die regelmäßige Sicherung deiner Kontodaten, die Dokumentation relevanter Analytics und eine Auswertung, die zu deinen tatsächlichen Zielen passt.

Denn einen Download anzufordern ist einfach.

Die interessantere Frage ist, was du anschließend aus den Informationen machst.

Deine sternenklaren Takes aus diesem Beitrag

⭐ Sichere deine LinkedIn-Daten, solange du Zugriff hast. Bei einer Kontoeinschränkung kommst du möglicherweise vorübergehend oder dauerhaft nicht mehr an wichtige Informationen.

⭐ Fordere das größere Datenarchiv an. So erhältst du eine umfangreichere Sammlung deiner verfügbaren Kontodaten als beim Export einzelner Kategorien.

⭐ Mach die Sicherung zur Routine. Bei ESTELLARIS setzen wir dafür auf einen monatlichen Rhythmus.

⭐ Kontodaten und Analytics sind unterschiedliche Dinge. Wenn du deine Performance langfristig auswerten möchtest, solltest du beide Datenquellen berücksichtigen.

⭐ Nutze deine Daten für bessere Entscheidungen. Die Informationen können dir helfen, Entwicklungen nachzuvollziehen und deine LinkedIn-Aktivitäten gezielter zu bewerten.

Und wann hast du zuletzt deine LinkedIn-Daten gesichert?

Falls deine Antwort gerade "noch nie" lautet, würde ich das ziemlich zeitnah ändern.

Du weißt jetzt, wo du das Archiv findest, wie du es anforderst und weshalb sich eine regelmäßige Sicherung lohnt.

Und wenn du LinkedIn bereits aktiv für dein Business nutzt, würde ich dir empfehlen, auch deine Analytics und die bisherigen Ergebnisse deiner Kundengewinnung genauer anzuschauen.

Genau dabei unterstützen wir dich bei ESTELLARIS. Wir verbinden deine LinkedIn-Daten mit deiner Content-Strategie, deinem Netzwerkaufbau und deinen geschäftlichen Zielen.

Wenn du herausfinden möchtest, wie du LinkedIn datenbasierter nutzen kannst, lass uns gerne in einem kostenlosen und unverbindlichen 30-minütigen Kennenlerngespräch darüber sprechen.

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