LinkedIn Profil optimieren: So überzeugst du Abschnitt für Abschnitt
Dein LinkedIn-Profil steht seit Monaten. Profilfoto hochgeladen, Banner gestaltet, Slogan eingetragen und die Berufserfahrung ausgefüllt. Eigentlich alles da.
Trotzdem passiert wenig. Kaum interessante Nachrichten, keine qualifizierten Kundenanfragen und die Menschen, die dein Profil besuchen, sind häufig genauso schnell wieder verschwunden, wie sie gekommen sind.
Woran liegt das?
Stell dir vor, jemand liest einen deiner Beiträge, findet deine Gedanken interessant und klickt auf dein Profil. Dort steht unter deinem Namen "Founder | Visionary | Passionate Leader". Dein Banner zeigt eine Skyline, im Infotext erzählst du von deiner Leidenschaft für Innovation und in deiner Berufserfahrung stehen fünf Positionen ohne weitere Erklärung.
Toll. Und was genau kann ich jetzt bei dir kaufen? :D
Genau dieses Problem sehe ich bei vielen LinkedIn-Profilen: Alle möglichen Felder sind ausgefüllt, aber die entscheidenden Informationen fehlen. Welches Angebot steckt hinter der Person? Für wen ist es gedacht? Warum sollte jemand aus der Zielgruppe ausgerechnet mit ihr zusammenarbeiten?
Dabei ist dein Profil eine wichtige Station auf dem Weg zur Kundengewinnung. Wenn jemand durch deine Beiträge, Kommentare oder eine Empfehlung auf dich aufmerksam wird, schaut sich diese Person möglicherweise als Nächstes dein Profil an.
Und an dieser Stelle entscheidet sich, ob aus der Aufmerksamkeit auch ein weiterführendes Interesse an dir und deinem Angebot entsteht.
In unserer Arbeit bei ESTELLARIS betrachten wir deshalb immer das gesamte Profil. Ein guter Slogan bringt dir wenig, wenn dein Infotext anschließend eine komplett andere Geschichte erzählt. Und das schönste Banner wird kaum dazu beitragen, dass deine potenziellen Kunden dein Angebot verstehen, wenn deine Positionierung dahinter unklar bleibt.
Wenn du dein LinkedIn Profil optimieren möchtest, solltest du deshalb alle relevanten Bereiche auf dein geschäftliches Ziel ausrichten.
Welche das sind und worauf du bei jedem einzelnen achten solltest, zeige ich dir jetzt.

Bevor du dein LinkedIn Profil optimierst: Wofür soll es eigentlich arbeiten?
Diese Frage solltest du beantworten, bevor du deinen Slogan umschreibst oder ein neues Banner gestalten lässt.
Möchtest du über LinkedIn neue Kunden gewinnen? Kooperationspartner finden? Als Führungskraft sichtbarer werden? Oder passende Mitarbeiter für dein Unternehmen erreichen?
Denn je nachdem, welches Ziel du verfolgst, erwarten deine Profilbesucher unterschiedliche Informationen.
Wenn du LinkedIn zur Kundengewinnung nutzt
Dann sollte dein Profil fünf Fragen beantworten:
- Was ist dein konkretes Angebot?
- Für wen ist dieses Angebot gedacht?
- Wie kann man mit dir zusammenarbeiten?
- Welches Ergebnis können deine Kunden erwarten?
- Wer bist du und weshalb bist du die richtige Person dafür?
Diese Fragen gehören zu den Grundlagen einer verständlichen Marktpositionierung. Denn potenzielle Kunden müssen einschätzen können, ob dein Angebot zu ihrer Situation passt, bevor sie überhaupt darüber nachdenken, dich zu kontaktieren.
Wenn du diese Informationen auf deinem Profil vernünftig vermittelst, nimmst du ihnen bereits einen Teil dieser Entscheidungsarbeit ab.
Wenn du als Führungskraft oder Arbeitgeber sichtbar werden möchtest
Hier liegt der Schwerpunkt möglicherweise woanders.
Welche Verantwortung trägst du? Welche Erfahrungen und Kompetenzen bringst du mit? Wie arbeitest du mit deinem Team zusammen? Welche Haltung prägt deine Entscheidungen?
Ein potenzieller Mitarbeiter möchte beispielsweise einen Eindruck davon bekommen, mit wem er künftig zusammenarbeiten würde. Ein möglicher Geschäftspartner interessiert sich vielleicht stärker für deine bisherigen Projekte und fachlichen Schwerpunkte.
Du merkst: Ein LinkedIn-Profil kann ganz unterschiedliche Aufgaben erfüllen.
Bei ESTELLARIS klären wir deshalb zuerst, wen eine Person erreichen möchte und welches Ziel ihr LinkedIn-Auftritt unterstützen soll. Erst danach legen wir fest, welche Informationen in den einzelnen Profilbereichen im Vordergrund stehen.
Damit hätten wir das Fundament geklärt. (Yeah, endlich mal ein Buzzword. :D)
Schauen wir uns jetzt dein Profil von oben nach unten an.
1. Das Profilbild: Dein digitaler Handschlag
Dein Profilbild ist häufig das Erste, was andere Menschen von dir sehen. Und zwar längst nicht nur dann, wenn sie dein Profil besuchen. Es erscheint auch neben deinen Beiträgen, Kommentaren und an verschiedenen anderen Stellen auf LinkedIn.
Deshalb solltest du hier vor allem darauf achten, dass man dich gut erkennen kann.
Nimm eine aktuelle Aufnahme, auf der dein Gesicht ausreichend groß zu sehen ist. Eine vernünftige Bildqualität, ein natürlicher Gesichtsausdruck und ein ruhiger Hintergrund funktionieren in den meisten Fällen ziemlich gut.
Dafür musst du übrigens nicht zwangsläufig im Anzug vor einer weißen Wand stehen. Wenn du normalerweise in T-Shirt und Jeans arbeitest, darf man das ruhig auch auf deinem Profilbild sehen. Die Aufnahme sollte zu dir, deiner Positionierung und deinem beruflichen Umfeld passen.
Bei einem professionellen Partyplaner hätte ich wahrscheinlich sogar weniger Probleme mit einem etwas ausgefalleneren Foto. ;)
Ein Detail wird dabei häufig vergessen: Die meisten Menschen sehen dein Profilbild wesentlich kleiner als du selbst, wenn du dein Profil bearbeitest.
Öffne deshalb einen deiner Kommentare und schau dir an, wie dein Bild dort wirkt. Ist dein Gesicht gut zu erkennen? Geht es zwischen Hintergrund und Bildausschnitt unter? Und würdest du dich anhand dieses Fotos bei einer persönlichen Begegnung wiedererkennen?
Falls nicht, würde ich genau dort ansetzen.
2. Der Banner: Deine persönliche Werbefläche
Der Banner gehört zu den größten sichtbaren Flächen auf deinem LinkedIn-Profil. Trotzdem sehe ich dort regelmäßig Skylines, Stockfotos von Laptops oder abstrakte Grafiken, die überhaupt nichts über die Arbeit der jeweiligen Person verraten.
Dabei bietet dir dieser Bereich jede Menge Platz, um deine Positionierung sichtbar zu machen.
Angenommen, du unterstützt mittelständische Unternehmen beim Aufbau ihrer Vertriebsprozesse. Dann wäre es doch praktisch, wenn jemand schon beim Öffnen deines Profils erkennen könnte, in welchem Bereich du arbeitest und welche Unternehmen du unterstützt.
Dafür reicht häufig ein kurzer Satz zu deinem Angebot oder deiner zentralen Botschaft.
Dazu kannst du ein passendes Foto, deine Markenfarben oder andere visuelle Elemente einsetzen, die deine Arbeit widerspiegeln. Persönliche Bilder finde ich dabei besonders interessant. Ein Foto aus einem Workshop oder einer realen Arbeitssituation kann beispielsweise deutlich mehr über dich erzählen als das nächste austauschbare Stockfoto.
Bitte mach aus deinem Banner allerdings keine vollgestopfte Werbeanzeige. Niemand möchte dort erstmal fünf Nutzenversprechen und drei Absätze Text entziffern.
Und denk an die mobile Darstellung: Dein Profilbild überlagert einen Teil des Banners. Wenn ausgerechnet dein wichtigster Satz dahinter verschwindet, war die ganze Gestaltungsarbeit wenig hilfreich.
Mein Tipp: Zeig deinen Banner jemandem, der dein Angebot noch nicht kennt. Frag die Person anschließend, was sie über deine Arbeit verstanden hat.
Wenn die Antwort völlig an deiner Positionierung vorbeigeht, weißt du, was du überarbeiten solltest.
3. Der Slogan: Dein Mini-Elevator-Pitch
Der Slogan gehört für mich zu den wichtigsten Textbereichen deines LinkedIn-Profils.
Warum? Weil er dich bei vielen deiner Aktivitäten auf LinkedIn begleitet. Wenn du kommentierst, Beiträge veröffentlichst oder jemand dein Profil in den Suchergebnissen entdeckt, kann dein Slogan direkt neben deinem Namen erscheinen.
Und genau hier lese ich regelmäßig eine wilde Mischung aus Berufsbezeichnungen, englischen Schlagwörtern und irgendwelchen Eigenschaften, mit denen sich gefühlt jeder Zweite auf LinkedIn schmückt.
"Visionary Leader | Growth Enthusiast | Passionate Entrepreneur"
Schön und gut. Aber was machst du denn jetzt konkret?
Ein überzeugender Slogan sollte drei Fragen beantworten: Was machst du? Für wen machst du das? Und welchen konkreten Nutzen hat deine Arbeit?
Nehmen wir mal zwei Beispiele:
"Ich helfe Unternehmen dabei, erfolgreich zu wachsen."
Oder:
"Vertriebsberatung für B2B-Softwareunternehmen | Vertriebsprozesse aufbauen und qualifizierte Kundengespräche gewinnen"
Bei der zweiten Variante kann ich wesentlich besser einschätzen, ob das Angebot für mich relevant ist. Ich erkenne den fachlichen Schwerpunkt, die Zielgruppe und den angestrebten Nutzen der Zusammenarbeit.
Du musst dafür nicht zwangsläufig einen einzigen Satz formulieren. Du kannst auch deine Funktion, deine Spezialisierung und dein Angebot miteinander kombinieren.
Wenn du deinen Slogan überarbeitest, schreib dir zunächst die Antworten auf die drei Fragen auf. Ganz normal und ohne Marketingfloskeln. Daraus entwickelst du anschließend eine Formulierung, die zu deiner Positionierung passt.
Und falls du schon bei der Frage "Was bietest du eigentlich an?" ins Schwimmen gerätst, würde ich erstmal an deiner Positionierung arbeiten.
Denn ein hübsch formulierter Slogan kann eine unklare Angebotsstruktur nicht retten.
LinkedIn SEO: Mit welchen Begriffen soll dein Profil gefunden werden?
Jetzt kommen wir zu einem Punkt, den viele bei ihrer Profiloptimierung vergessen.
LinkedIn ist schließlich auch eine Suchmaschine. Menschen suchen dort nach Personen, Kompetenzen, Dienstleistungen und Unternehmen.
Wenn du in passenden Suchergebnissen auftauchen möchtest, solltest du deshalb die Begriffe berücksichtigen, nach denen deine Zielgruppe tatsächlich sucht.
Bei ESTELLARIS unterscheiden wir dafür drei Keyword-Arten:
- Branchen-Keywords: Sie beschreiben dein fachliches Tätigkeitsfeld, beispielsweise "LinkedIn Marketing", "Arbeitsrecht" oder "B2B-Vertrieb".
- Angebots-Keywords: Sie bezeichnen konkrete Leistungen wie "LinkedIn Coaching", "Rechtsberatung für Arbeitnehmer" oder "Vertriebsberatung".
- Thematische Keywords: Sie beziehen sich auf spezifische Inhalte und Fragestellungen und sind vor allem für deine einzelnen Beiträge relevant.
Für die Optimierung deines Profils konzentrieren wir uns auf Branchen- und Angebots-Keywords. Diese Begriffe helfen dabei, dein fachliches Umfeld und deine Leistungen eindeutig zu beschreiben.
Sie gehören allerdings nicht ausschließlich in deinen Slogan. Du kannst sie auch in deinem Infotext, deiner Berufserfahrung, deinen Kenntnissen und deiner Serviceseite berücksichtigen.
Als Orientierung arbeiten wir häufig mit drei bis vier relevanten Begriffen je Gruppe. Das ist unsere Vorgehensweise bei der Keyword-Auswahl, keine feste Regel von LinkedIn.
Und bitte fang jetzt nicht an, deine Texte mit Keywords vollzustopfen. Der zwölfte Hinweis auf deine "B2B-Vertriebsberatung" macht deinen Infotext nicht unbedingt verständlicher. :D
Die Begriffe müssen zu deinem Angebot passen und sollten sich vernünftig in deine Texte einfügen. Schließlich sollen deine Profilbesucher auch verstehen, was du ihnen erzählst.
Wie du passende Keywords auswählst und auf LinkedIn einsetzt, erkläre ich dir ausführlicher in unserem Artikel Deine Zielgruppe mit LinkedIn SEO erreichen.
4. Der Infotext: Deine Person, deine Expertise und dein Angebot
Beim Infotext hast du deutlich mehr Platz, um dich und deine Arbeit vorzustellen.
Trotzdem nutzen manche diesen Bereich für eine ellenlange Nacherzählung ihres Lebenslaufs, während andere ihn komplett leer lassen.
Beides finde ich ziemlich schade.
Denn hier kannst du deiner Zielgruppe zeigen, welche Herausforderungen du für deine Kunden löst, welche Erfahrungen du mitbringst und was dich persönlich antreibt.
Wie genau du diese Informationen aufbaust, hängt wieder von deinem Profilziel ab.
Bei ESTELLARIS unterscheiden wir dafür zwei Ansätze.
Direct-Push: Dein Angebot steht im Vordergrund
Wenn du LinkedIn aktiv zur Kundengewinnung nutzt, kannst du in deinem Infotext direkt auf die Herausforderungen deiner Zielgruppe eingehen.
Bleiben wir bei unserem Beispiel aus der Vertriebsberatung.
Ein Einstieg könnte so aussehen:
"Dein Vertriebsteam führt regelmäßig Gespräche, aber aus zu wenigen Kontakten werden tatsächlich Kunden? Ich unterstütze B2B-Softwareunternehmen dabei, ihre Vertriebsprozesse zu strukturieren und systematisch qualifizierte Verkaufschancen aufzubauen."
Damit weiß ich als potenzielle Kundin bereits, welches Problem angesprochen wird, wer die Zielgruppe ist und welche Unterstützung angeboten wird.
Anschließend kannst du erklären, wie eine Zusammenarbeit abläuft, welche Leistungen du anbietest und welche Ergebnisse deine Kunden erwarten können.
Eine sinnvolle Reihenfolge wäre also:
- Die Ausgangssituation oder Herausforderung deiner Zielgruppe beschreiben.
- Dein Angebot und den angestrebten Nutzen erklären.
- Deine Vorgehensweise und die Zusammenarbeit vorstellen.
- Eine konkrete Kontaktmöglichkeit nennen.
Damit führst du deine Profilbesucher durch die wichtigsten Informationen, die sie für eine erste Einordnung benötigen.
Latent-Push: Deine Person steht stärker im Mittelpunkt
Vielleicht möchtest du dich stärker als Experte oder Führungskraft positionieren und deinen persönlichen Hintergrund zeigen.
Dann kannst du erzählen, wie du zu deinem heutigen Thema gekommen bist, welche Erfahrungen dich geprägt haben und welche Haltung deine Arbeit bestimmt.
Jemand, der heute ein Vertriebsteam führt und zuvor jahrelang selbst im operativen Vertrieb gearbeitet hat, kann beispielsweise genau diesen Weg beschreiben.
Welche Erfahrungen waren entscheidend? Welche Probleme kennt die Person aus eigener Praxis? Und wie beeinflusst das heute ihre Entscheidungen?
Hier rückt deine persönliche Geschichte stärker in den Vordergrund. Dein fachlicher Kontext und dein Angebot bleiben trotzdem erkennbar.
Beide Ansätze können funktionieren. Entscheidend ist, welche Rolle dein Profil für deine Positionierung und deine geschäftlichen Ziele übernehmen soll.
Eine perfekte Wortanzahl gibt es für den Infotext übrigens nicht. Ich würde ihn so ausführlich schreiben, wie es für die relevanten Informationen notwendig ist, und anschließend alles entfernen, was lediglich nach Selbstdarstellung klingt.
Und bitte schreib so, wie du mit einem potenziellen Kunden oder Geschäftspartner sprechen würdest.
Wenn du im echten Leben niemals "Ich bin ein leidenschaftlicher Visionär mit disruptivem Mindset" sagen würdest, muss das auch nicht auf deinem LinkedIn-Profil stehen.
Wenn du dir bei der Ausrichtung deines Profils unsicher bist, können wir genau solche Fragen im LinkedIn Coaching gemeinsam bearbeiten. Denn die Entscheidung für einen Infotext beginnt bei deiner Positionierung und bei den Menschen, die du erreichen möchtest.
5. Die Serviceseite: Mach deine Leistungen greifbar
Wenn du Dienstleistungen, Beratungen oder Trainings anbietest, solltest du auch die LinkedIn-Serviceseite nutzen.
Dort kannst du ausgewählte Leistungen direkt über dein persönliches Profil präsentieren. Das ist besonders hilfreich, wenn jemand durch deine Beiträge oder Kommentare auf dich aufmerksam wird und anschließend wissen möchte, welche Leistungen man bei dir anfragen kann.
Außerdem können Interessierte über die Serviceseite direkt Kontakt zu dir aufnehmen.
So gehst du bei deiner Serviceseite vor
Richte zunächst die Dienstleistungsfunktion in deinem persönlichen Profil ein und wähle die Services aus, die zu deinem tatsächlichen Angebot passen.
Anschließend beschreibst du deine Leistungen. Dabei sollten drei Informationen deutlich werden: Was bietest du an? Für wen ist die Leistung gedacht? Bei welchen Aufgaben oder Herausforderungen unterstützt du deine Kunden?
Klingt selbstverständlich? Ist es offenbar nicht immer. :D
Ich sehe regelmäßig Profile, bei denen die Positionierung etwas völlig anderes vermittelt als die ausgewählten Dienstleistungen.
Wenn du dich beispielsweise als Experte für B2B-Vertrieb präsentierst, deine Serviceseite aber zusätzlich Webdesign, Personalberatung und Eventmanagement bewirbt, wird es schwierig, deinen fachlichen Schwerpunkt zu erkennen.
Konzentriere dich deshalb auf die Leistungen, die du heute tatsächlich anbietest und für die du auf LinkedIn wahrgenommen werden möchtest.
Die grundlegende Serviceseite kannst du kostenlos nutzen. Zusätzliche Funktionen, beispielsweise erweiterte Möglichkeiten zur Darstellung von Arbeitsproben, hängen vom jeweiligen LinkedIn-Abonnement ab.
Wenn deine Serviceseite fertig ist, kontrolliere sie einmal aus der Perspektive eines potenziellen Kunden. Kann die Person erkennen, was sie bei dir anfragen kann? Und passen diese Angaben zu deinem Slogan und deinem Infotext?
Falls du beim Durchgehen deines Profils feststellst, dass deine Positionierung, deine Texte und dein Angebot noch nicht vernünftig zusammenpassen, können wir uns deinen Auftritt gemeinsam anschauen. Dann besprechen wir, welche Änderungen für deine LinkedIn-Ziele sinnvoll sind.
Jetzt kostenfreies 30-Minuten-Gespräch buchen6. Der Fokusbereich: Wohin führst du deine Profilbesucher?
Im Fokusbereich kannst du ausgewählte Beiträge, externe Links und andere Inhalte besonders prominent präsentieren.
Und genau hier wird auf vielen Profilen ziemlich viel Potenzial verschenkt.
Häufig werden einfach die Beiträge angepinnt, die irgendwann einmal besonders viele Likes bekommen haben. Ein erfolgreicher Post von vor acht Monaten, ein persönlicher Meilenstein und vielleicht noch ein Interview.
Kann man machen. Nur beantwortet das noch lange nicht die Frage, was deine potenziellen Kunden dort erfahren sollen.
Bei der Gestaltung des Fokusbereichs unterscheiden wir deshalb mehrere Ansätze.
Variante 1: Deine Angebote präsentieren
Wenn du mehrere Leistungen anbietest, kannst du diese im Fokusbereich gezielt vorstellen.
Beispielsweise über eine Angebotsübersicht und einzelne Inhalte zu deinen wichtigsten Leistungen.
Das funktioniert besonders gut, wenn deine Angebote unterschiedliche Herausforderungen oder Zielgruppen ansprechen.
Achte darauf, dass die Vorschaubilder verständlich gestaltet sind und Besucher direkt erkennen können, was sich hinter dem jeweiligen Inhalt verbirgt.
Variante 2: Einen Ressourcen-Funnel aufbauen
Vielleicht möchtest du Interessierte zunächst mit deiner Expertise vertraut machen und sie anschließend zu einem Newsletter oder einem Leitfaden führen.
Dann könntest du einen hilfreichen Fachbeitrag, eine passende Ressource und die Newsletter-Anmeldung miteinander kombinieren.
Das kann beispielsweise für Angebote sinnvoll sein, bei denen potenzielle Kunden mehr Informationen benötigen, bevor sie über eine Zusammenarbeit nachdenken.
Variante 3: Direkt zu einem Beratungsgespräch führen
Wenn du LinkedIn gezielt zur Kundengewinnung nutzt, kannst du den Fokusbereich auch auf eine konkrete Anfrage ausrichten.
Eine mögliche Reihenfolge wäre:
Angebotsübersicht → Kundenbeispiel oder Fallstudie → Beratungstermin
So bekommt jemand zunächst einen Überblick über deine Leistungen, kann anschließend nachvollziehen, wie du arbeitest, und hat danach eine direkte Möglichkeit zur Kontaktaufnahme.
So richtest du deinen Fokusbereich aus
Falls du noch keinen Fokusbereich hast, kannst du ihn über die Funktion zum Ergänzen deiner Profilbereiche hinzufügen.
Danach wählst du die passenden Beiträge, Medien oder Links aus und bringst sie in eine sinnvolle Reihenfolge.
Überlege dir dabei vor allem, was deine Zielgruppe an dieser Stelle wissen möchte. Braucht sie zunächst Informationen über deine Leistungen? Möchte sie Ergebnisse aus bisherigen Projekten sehen? Oder kennt sie dein Angebot bereits und sucht eine Möglichkeit, mit dir zu sprechen?
Die Antwort darauf sollte bestimmen, welche Inhalte du hervorhebst.
Und noch etwas: Kontrolliere deine Vorschaubilder. Wenn dort fünf nahezu identische Grafiken auftauchen und niemand erkennen kann, was sich dahinter verbirgt, würde ich sie überarbeiten.
7. Die Berufserfahrung: Woher kommt deine Expertise?
Die Berufserfahrung ist für viele einfach eine Aufzählung bisheriger Jobs.
Position, Arbeitgeber, Zeitraum. Fertig.
Dabei kannst du hier ziemlich gut zeigen, welche Erfahrungen du heute in deine Arbeit einbringst.
Angenommen, du leitest eine Marketingagentur und hast vorher mehrere Jahre selbst im Vertrieb gearbeitet.
Dann ist das für potenzielle Kunden durchaus interessant. Denn diese Erfahrung kann erklären, weshalb du Marketingmaßnahmen auch anhand ihrer geschäftlichen Ergebnisse bewertest.
Genau solche Zusammenhänge solltest du sichtbar machen.
Beschreibe bei deinen wichtigsten Stationen, welche Verantwortung du übernommen hast, an welchen Aufgaben oder Projekten du gearbeitet hast und welche Erfahrungen dir heute zugutekommen.
Dabei helfen dir drei Fragen: Was habe ich in dieser Position gemacht? Welche relevanten Erfahrungen oder Ergebnisse habe ich mitgenommen? Und was davon ist für meine heutige Zielgruppe interessant?
Du brauchst dafür keine Romane. Ein paar aussagekräftige Sätze reichen häufig aus.
Achte außerdem darauf, dass deine Positionen und Zeiträume korrekt sind und deine berufliche Entwicklung nachvollziehbar bleibt.
Wenn wir im Rahmen unseres LinkedIn-Profil Managements Profile aufbauen, betrachten wir solche Angaben im Zusammenhang mit der aktuellen Positionierung. Denn frühere berufliche Stationen können ziemlich gut erklären, woher die Expertise stammt, mit der eine Person heute arbeitet.
8. Die Unternehmensseite: Zu welchem Unternehmen gehörst du?
Wenn du selbstständig bist, ein Unternehmen gegründet hast oder für eine Firma arbeitest, solltest du deine Berufserfahrung mit der passenden LinkedIn-Unternehmensseite verknüpfen.
Denn wenn dort nur ein graues Standardsymbol angezeigt wird, fehlt möglicherweise genau diese Verbindung.
Mit der korrekten Verknüpfung erscheint das Unternehmenslogo bei deiner beruflichen Station. Interessierte können darüber direkt zur Unternehmensseite wechseln und sich näher über dein Unternehmen informieren.
Gerade für Founder und Selbstständige ist das eine wichtige Ergänzung. Schließlich interessieren sich potenzielle Kunden häufig auch dafür, welches Unternehmen hinter der Person steht, die sie auf LinkedIn entdeckt haben.
Wichtig ist allerdings, dass du beim Eintragen deiner Berufserfahrung tatsächlich die passende Unternehmensseite auswählst. Den Firmennamen einfach nur einzutippen, reicht für die Verknüpfung nicht aus.
Falls du noch keine Unternehmensseite hast oder nicht weißt, wie du sie verbindest, findest du hier unsere Anleitung: LinkedIn Unternehmensseite erstellen: So geht's in 6 Schritten.
9. Die Kenntnisse: Welche Kompetenzen passen zu deiner Positionierung?
Im Bereich Kenntnisse kannst du zeigen, welche fachlichen Fähigkeiten du mitbringst.
Ich würde dort allerdings nicht wahllos alles sammeln, was du irgendwann einmal gelernt hast.
Wenn du heute Unternehmen bei ihrer Vertriebsstrategie berätst, sind Kompetenzen wie "B2B-Vertrieb", "Vertriebsstrategie" und "Geschäftsentwicklung" für deine Positionierung wahrscheinlich aussagekräftiger als irgendwelche allgemeinen Office-Kenntnisse.
Und nur weil du Microsoft Word bedienen kannst, muss das auch nicht zu deinen wichtigsten Kompetenzen gehören. ;)
So wählst du deine Kenntnisse aus
Schau dir zuerst an, welche Fähigkeiten du bereits eingetragen hast. Welche davon passen noch zu deiner aktuellen Arbeit und welche stammen aus früheren Tätigkeiten, die für deine heutige Positionierung kaum eine Rolle spielen?
Anschließend legst du deine wichtigsten fachlichen Schwerpunkte fest.
Als Orientierung nutzen wir bei ESTELLARIS etwa zehn relevante Kenntnisse, die deine heutige Tätigkeit möglichst treffend beschreiben.
Priorisiere die wichtigsten davon und verknüpfe sie, wo sinnvoll, mit den passenden beruflichen Stationen. Außerdem kannst du dir deine Kenntnisse von Menschen bestätigen lassen, die deine Arbeit tatsächlich kennen.
Berücksichtige dabei auch deine Branchen-Keywords aus der LinkedIn-SEO-Recherche. Manche dieser Begriffe können gleichzeitig passende Kenntnisse sein.
Das Ziel ist schließlich, dass sowohl potenzielle Kunden als auch andere Profilbesucher deine fachlichen Schwerpunkte nachvollziehen können.
10. Die Empfehlungen: Was sagen andere Menschen über deine Arbeit?
Du kannst in deinem Profil natürlich ausführlich erklären, weshalb du gut in deinem Job bist.
Interessant wird es, wenn Menschen, die tatsächlich mit dir zusammengearbeitet haben, ihre Erfahrungen schildern.
Genau dafür gibt es die LinkedIn-Empfehlungen.
Du kannst Kunden, Geschäftspartner, Kollegen oder ehemalige Arbeitgeber darum bitten, eine persönliche Empfehlung auf deinem Profil zu hinterlassen.
Besonders hilfreich finde ich Empfehlungen, die etwas konkreter werden.
Mit welcher Herausforderung kam die Person zu dir? Wie lief eure Zusammenarbeit? Was hat sich dadurch verändert?
"Super Zusammenarbeit, gerne wieder!" ist natürlich nett.
Aber wenn ich als potenzielle Kundin herausfinden möchte, ob jemand zu meinem Vorhaben passt, helfen mir ein paar konkrete Informationen wesentlich mehr.
Wenn du um eine Empfehlung bittest, gib der Person deshalb ruhig ein paar Fragen zur Orientierung mit. Die Empfehlung sollte natürlich trotzdem ihre eigene Erfahrung widerspiegeln.
Und falls jemand besonders treffend beschreibt, was eure Zusammenarbeit ausmacht, kannst du mit entsprechender Erlaubnis auch ein Zitat daraus für deinen Fokusbereich verwenden.
So können die verschiedenen Profilbereiche einander ergänzen.
Dein LinkedIn-Profil ist vollständig. Aber überzeugt es auch?
Du kannst alle zehn Bereiche gewissenhaft ausfüllen und trotzdem an deiner Zielgruppe vorbeikommunizieren.
Zum Beispiel, wenn du im Slogan B2B-Vertriebsberatung anbietest, dein Banner allgemeine Motivationstipps zeigt und du im Infotext hauptsächlich davon erzählst, wie leidenschaftlich und lösungsorientiert du arbeitest.
Da müsste ich mir als Profilbesucherin erstmal ziemlich viel selbst zusammenreimen.
Und dafür haben die wenigsten Menschen auf LinkedIn besonders viel Geduld.
Wenn du dein Profil überarbeitest, schau dir deshalb zum Schluss noch einmal das Gesamtbild an. Ist deine Positionierung verständlich? Werden die relevanten Informationen dort vermittelt, wo deine Zielgruppe sie erwartet? Und können Interessierte nachvollziehen, was du anbietest und wie sie mit dir zusammenarbeiten können?
Denn dein LinkedIn-Profil übernimmt eine konkrete Aufgabe innerhalb deiner Kundengewinnung: Es hilft dabei, aus der Aufmerksamkeit für deine Person ein weiterführendes Interesse an deiner Arbeit entstehen zu lassen.
Dafür müssen natürlich auch die richtigen Menschen auf dich aufmerksam werden.
Dein Content, dein Netzwerk und deine Aktivitäten auf LinkedIn spielen dabei weiterhin eine wichtige Rolle. Wenn du mit deinen Beiträgen überwiegend Menschen erreichst, die niemals deine Kunden werden, wird auch ein hervorragend aufgebautes Profil daran wenig ändern.
Wie stark sich die Zusammensetzung deiner Zielgruppenreichweite auf deine Kundengewinnung auswirken kann, erkläre ich dir auch im Artikel Dein LinkedIn Content bekommt Reichweite, aber keine Anfragen.
Deine sternenklaren Takes aus diesem Beitrag
⭐ Klär zuerst dein Profilziel: Kundengewinnung, Recruiting, Kooperationen und die Positionierung als Experte erfordern unterschiedliche Schwerpunkte.
⭐ Mach deine Marktpositionierung sichtbar: Besonders Banner, Slogan und Infotext sollten verständlich vermitteln, was du anbietest, für wen deine Leistungen gedacht sind und weshalb eine Zusammenarbeit relevant sein könnte.
⭐ Berücksichtige LinkedIn SEO: Verwende passende Branchen- und Angebots-Keywords in deinen Profilbereichen. Die Begriffe müssen zu deinem Angebot passen und natürlich in deinen Texten vorkommen.
⭐ Nutze den Fokusbereich strategisch: Überlege dir, welche Informationen deine Profilbesucher benötigen und wohin du sie anschließend führen möchtest.
⭐ Zeige, woher deine Expertise kommt: Berufserfahrung, Kenntnisse und Empfehlungen können deine Positionierung unterstützen und potenziellen Kunden die Einordnung deiner Arbeit erleichtern.
Und jetzt schau dir dein eigenes LinkedIn-Profil einmal so an, als würdest du dich selbst überhaupt nicht kennen.
Würdest du verstehen, was diese Person anbietet, für wen sie arbeitet und warum du mit ihr sprechen solltest?
Falls du bei diesen Fragen selbst erstmal überlegen musst, weißt du jetzt ziemlich genau, an welchen Stellen du ansetzen kannst.
Und wenn du dein LinkedIn-Profil gemeinsam mit uns optimieren möchtest, schauen wir uns bei ESTELLARIS gerne an, wie dein Auftritt zu deiner Positionierung, deiner Zielgruppe und deinen geschäftlichen Zielen passt.




